REZENSION: UTOPIEN FÜR REALISTEN

Viele kluge Menschen sind sich einig, dass unsere Welt nach der derzeitigen Pandemie nicht mehr die selbe sein wird. Wie und in welche Richtung sie sich verändert, das liegt hoffentlich auch ein Stück weit an uns selbst.

Wem bislang, also auch schon vor der aktuellen Krise, die Visionen gefehlt haben, wie unsere Welt von morgen aussehen könnte, dem empfehle ich dieses Buch. Oft bemerke ich an mir selbst, wie ich mich zum einen nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, die nächsten 50-60 Jahre meines Lebens 40 Stunden die Woche zu arbeiten, egal wie toll oder ausfühlend der Job sein mag. Andererseits fehlt mir aber oft auch der Glaube daran, dass der Status Quo eines Tages wirklich abänderlich sein könnte.

Dabei zeigt sich schon beim Blick 100 Jahre zurück, wie drastisch und mit welcher Schnelligkeit sich lang bestehende Verhältnisse umwälzen lassen. Doch dafür braucht es zunächst einmal Ideen für Utopien und Zukunftsvisionen, auf die wir zusteuern wollen. Und von diesen liefert Bregman eine Menge. Die Zeit sei reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen. Möglicherweise hat er recht und dank COVID-19 ist diese Zeit wirklich so eben angebrochen.

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