NORWEGEN ROADTRIP TAG 4: HIPPIE-ANHALTER, ÜBERALL DEUTSCHE UND ENDLICH DER GROßE FANG

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Um die Schmach des vorherigen Tages vergessen zu machen, fahren wir nach Ålesund, eine Stadt die komplett auf einer Landzunge erbaut ist, und schwelgen mit Matti in seinen Kindheitserinnerungen.

Zunächst bringen wir unsere Motoren auf Hochtouren, indem wir auf den Aksla steigen, den eher touristisch geprägten Berg inmitten der Stadt. Hier kann man auch klasse andere Touristen beobachten machen, die im Schlabber-Outfit und Chipstüte den Aufstieg gewagt haben. Noch schöner ist allerdings die Aussicht über die ganze Stadt und die umliegenden Berge.

Nachdem Matti und Robin ihren Titanic-Moment auf dem Gipfel hatten, meistern wir den Abstieg, gönnen uns eine Portion Fish and Chips, in einer Imbissbude die skurrilerweise einem Deutschen gehört, und schauen uns ein Baustellengelände etwas genauer an. Hier hätte man auch gut das Video zu „Faded“ von Alan Walker drehen können.

Die zweite Besteigung des Tages führt uns schließlich auf den Hessa, der einem schon etwas mehr abverlangt. Dafür ist die Aussicht auf die umliegenden Inseln aber noch berauschender, jedenfalls sobald sich das hässliche Kreuzfahrtschiff aus dem Sichtfeld entfernt hat.

Vom Berg aus erspähen wir auch einen kleinen Strand, den wir direkt mal austesten wollen. Für mehr als mit den Füßen rein reicht es allerdings dann doch nicht mehr. Langsam werden wir alle hungrig, sodass wir den Heimweg antreten. Hierbei gabeln wir noch zwei Tramper auf – na klar, wieder Deutsche. Die beiden müssen zufällig ebenfalls nach Åndalsnes und so haben wir eine unterhaltsame Begleitung.

Am Abend wollen die beiden Anglerkönige ihre Ehre wiederherstellen, also suchen wir uns einen Steg und die beiden schmeißen wieder ihre Ruten aus. Und sie haben endlich Erfolg. Der erste Fang des Urlaubs ist allerdings ein Seestern. Danach läuft es aber besser. Erst holt Matti einen offensichtlich verwirrten Fisch mit bloßen Händen aus dem Wasser (Video auf Anfrage), dann liefern sich die beiden einen kleinen Wettstreit. Am Ende steht es 2:2. Und alle sind glücklich, die Anglerehre ist rehabilitiert und ich konnte einen schönen Sonnenuntergang am Fjord fotografieren. So hatte ich mir diesen Urlaub vorgestellt.